Gehen, doch eine Sportart?

9 Vorteile des Gehens:

  • Es fördert das Herz:
    es senkt den Blutdruck, reguliert den Blutzucker und senkt den Cholesterinspiegel. Das sind alles Faktoren für Herzerkrankungen

gehen

  • Es verbessert die Gehirnfunktion:
    Das Niveau des BDNF (Brain-derived neurotrophic factor) wird erhöht. Dies führt dazu, dass die Gesundheit existierender Neuronen bewahrt wird und die Entwicklung neuer fördert. Außerdem tut eine Auszeit am Tag gut. Wir können während dem Gehen unsere Sorgen kurz vergessen und uns dem Jetzt widmen.
  • Es erleichtert Depression:
    Bewegung ist die Ursache für den Endorphinausstoß (Glückshormon!
  • Es verbessert die Knochengesundheit:
    Um die Gesundheit der Knochen zu fördern, reicht es wenn man gegen die Schwerkraft arbeitet. Das Gehen ermöglicht dies.
  • Es verbrennt Kalorien:
    Es ist kein Geheimnis, dass wir bei einer Aktivität Kalorien verbrennen. Das Überraschende ist, dass ein 10 min. Spaziergang um die 50 Kalorien verbrennt.
  • Leichtes Atmen:
    Wenn wir trainieren, brauchen unsere Körper mehr Sauerstoff. Das bedeutet, dass unsere Lungen härter arbeiten müssen, um den Atem zu vertiefen und zu beschleunigen. Je mehr wir von unseren Muskeln verlangen, desto stärker werden sie. Dies gilt auch für die Lunge. Mit regelmäßigem Gehen erhöhen wir unsere Lungenkapazität, und das erleichtert das Atmen.
  • Es erhöht die Achtsamkeit:
    Beim Gehen ist man in einem meditativen Zustand. Wir beginnen bewusst unsere Sinne zu verspüren. Wichtig ist, dass man sich durch die eigenen Gedanken nicht ablenken lässt.
  • Es verbessert die Gangart und die Balance:
    Wiederholt man eine Sache oft genug, so wird man in der besser. Wir stärken beim Gehen unsere Beinmuskulatur. Je besser unser Gang und Gleichgewicht ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass wir fallen und desto wahrscheinlicher sind wir in Bewegung.
  • Es reduziert Schmerzen:
    Wenn Muskeln, Bänder, Sehnen und Faszien nicht verwendet werden, werden sie eng. Je weniger sie verwendet werden, desto enger werden sie und die Enge verursacht eine Menge Schmerzen, besonders im unteren Rücken und in den Gelenken. Gehen ist eine sanfte Art, sich zu bewegen und in Bewegung zu bleiben, so dass unser Körper geschmeidig, flexibel und schmerzfrei bleibt.

Der durchschnittliche Mensch sitzt bis zu 12 Stunden am Tag. Wenn man die Schlafenszeit dazu zählt, dann kommt man auf 19 Stunden! Man soll bedenken, dass der Tag nur 24 Stunden hat. Einige Studien behaupten, dass die Menschen die ihr Leben lange im Sitzen verbracht haben, bis zu 2 Jahre weniger leben als jene die sich aktiv bewegt haben.

Warum ist das Sitzen eigentlich so schädlich?
Es ist die Art und Weise, wie unser Körper mit Zucker umgeht. Wenn Sie essen, baut Ihr Körper die Nahrung in Glukose auf, die dann im Blut zu anderen Zellen transportiert wird. Glukose ist ein wichtiger Brennstoff, aber anhaltend hohe Werte erhöhen das Risiko von Diabetes und Herzerkrankungen. Ihre Bauchspeicheldrüse produziert das Hormon Insulin, um Ihren Blutzuckerspiegel wieder auf einen normalen Wert zu bringen. Wie effizient Ihr Körper das macht, hängt davon ab, wie aktiv Sie körperlich sind.

Man hat mit Dr. John Buckley und einem Team von Forschern der Universität Chester ein einfaches Experiment durchgeführt. Es haben 10 Personen eine Woche lang mindestens drei Stunden am Tag gestanden. Alle Freiwilligen wurden gebeten, einen Beschleunigungsmesser – einen Bewegungsmonitor – zu tragen, um festzuhalten, wie viel Bewegung sie machten. Sie trugen auch Pulsmesser und hatten Glukosemonitore, die ihren Blutzuckerspiegel Tag und Nacht konstant maßen.

Man hatte guten Grund zu glauben, dass das Stehen für die Versuchspersonen einen Unterschied machen würde. Aber man war auch ein wenig besorgt, wie es weitergehen würde. Dies war das erste Mal, dass ein solches Experiment in Großbritannien durchgeführt wurde.
Man nahmen Messungen an Tagen davor, an denen die Freiwilligen standen und wenn sie herumsaßen. Als sie sich die Daten nach dem Test ansahen, gab es einige markante Unterschiede. Wie man gehofft hatten, fiel der Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit an den Tagen, an denen die Freiwilligen standen, viel schneller auf ein normales Niveau zurück, als wenn sie saßen. Es gab auch Hinweise darauf, dass sie von den Herzfrequenzmonitoren, die sie trugen, mehr Kalorien verbrannten. Nach dem Experiment fand eine Frau mit Arthritis sogar heraus, dass Stehen ihre Symptome verbesserte.

„Wenn man das in Aktivitätslevel setzen möchte“, sagt Dr. Buckley, „dann wäre das gleichbedeutend mit ungefähr 10 Marathons pro Jahr. Nur indem man drei oder vier Stunden am Tag bei der Arbeit aufsteht.“

Dr. Buckley denkt, dass, Ausgehen und Sport viele bewährte Vorteile bieten. Jedoch braucht unser Körper auch die ständige, fast unmerkliche Steigerung der Muskelaktivität. Dies bietet uns das Stehen. Einfache Bewegung hilft uns, unseren wichtigen Blutzucker unter Kontrolle zu halten.

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